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unit - Jugend ist Zukunft
 
Stand / Druckdatum: 21.05.2012

Spätsommercamp Osek 2011

 

 
 
 

Spätsommercamp Osek 2011

 
Vom 13. bis zum 17. September 2011 fand bereits zum sechsten Mal im Rahmen des Xenos-Projektes „Vision 2016“ ein Bildungscamp in der Abtei Osek statt. Zwanzig junge Leute aus Deutschland und der Tschechischen Republik lebten und arbeiteten eine knappe Woche in der Zisterzienster-Abtei bei Litvinov. Neben der traditionellen Apfelernte standen dabei Arbeiten und Angebote im Mittelpunkt, die in Absprache mit dem Verwalter Jindrich Koska und dem deutschen Freundeskreis des Klosters die zukünftige Entwicklung positiv beeinflussen sollen. So wurden in einem ersten Schritt das Mittelrondell des Paradiesgartens eingefasst, die Erde ausgetauscht und Rosen gepflanzt. Weiter wurden gemeinsam mit einem Pomologen die Sorten der zahleichen Apfel- und Birnenbäume bestimmt, erfasst und die Bäume gekennzeichnet. Die 2.1 Tonnen geerntete Äpfel werden wie im letzten Jahr zum Produkt „Klostertrank aus Osek“ verarbeitet. Die Einnahmen fließen zurück an die Abtei. Zudem ist geplant, die Marke als ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit für die Abtei weiter zu diversifizieren und im böhmisch-sächsisch-bayerischen Grenzraum bekannt zu machen. Zu diesem Zweck wurden auch die Beziehungen zum „Mutterkloster“ Waldsassen durch Projektleiter Jesko Vogel intensiviert. Einen weiteren Ansatz, das Kloster, seine Bedeutung für unsere Region und mögliche Entwicklungslinien bekannt zu machen, verfolgte die Führung durch Abtei und Garten am 16. September, an der 40 Interessierte aus beiden Ländern teilnahmen. Der Kunsthistorikers Mario Feuerbach und der Landschaftsarchitekt Matthias Lanzendorf erläuterten über vier Stunden fachkundig die Entwicklung und die Funktionen der Abtei. Im Vorfeld der Führung hatten sich im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Osek und Lengefeld Bürgermeister, Schüler und interessierte Bürger beider Städte zur gemeinsamen Apfelernte getroffen. Einen ähnlichen Ansatz zur Stärkung der Toleranz verfolgte das gesamte Camp, in dem zehn Schüler aus der Berufsschule AMOS Kadan gemeinsam mit den deutschen Teilnehmern arbeiten und lebten.

Dem Credo der Zisterzienser „ora et labora“ folgend standen neben der Arbeit gemeinsames Singen und gemeinsame Andachten im Mittelpunkt des Camps. Beginn und Abschluss des Tages bildeten dabei immer gemeinsame Meditationen im Kapitelsaal der Abtei. Einmal bestand sogar die Möglichkeit gemeinsam mit Jindrich Koska zu nächtlicher Stunde in der barocken Klosterkirche zu singen. Die Verbindung von besonderem Ort und gemeinsamen Handeln ließ die klösterliche Lebensweise fühlbar werden und wurde von allen als Höhepunkt des Bildungscamps empfunden.
Aus Sicht der Verantwortlichen des Ordens wurden in den letzten beiden Jahren im Rahmen des Projektes erstmalig seit dem Auszug des Konventes wieder kontinuierliche Erhaltungsarbeiten durchgeführt. Alle relevanten Akteure sind sich daher nach dem vorerst letzten Camp in der Förderperiode einig, die Zusammenarbeit mit den Trägern Stadtverwaltung Lengefeld und DuvierConsult GmbH in geeigneter Form fortzusetzen.

Es besteht wieder die Möglichkeit, den Bio-Apfelsaft aus Osek zu erwerben. Interessenten melden sich bitte bei der Stadtverwaltung Lengefeld unter 037367 333 66.

Weitere Informationen auch unter www.jugend-ist-zukunft.de.